Welt-Down-Syndrom-Tag und Aufruf zur Blogparade: Begegnungen

Affiche Jules

Ihr Lieben,

einige von Euch wissen es vielleicht schon: In unserer Familie ist der 21. März jedes Jahr ein ganz besonderer Tag – es ist nämlich der Welt-Downsyndrom-Tag. Da beim Downsyndrom das 21. Chromosom gleich dreimal vorhanden ist (und nicht, wie üblich, zweimal), passt das Datum perfekt.

Jedes Jahr gibt es zu diesem Anlass zahlreiche Aktionen, online wie offline. Meine liebsten Aktionen der letzten Jahre habe ich Euch heute mal rausgesucht:

Wenn ich dieses Video vom Downsyndrom-Tag 2014 sehe, bekomme ich immer gute Laune – was auch an der Musik, aber vor allem an den vielen fröhlichen Menschen mit Extrachromosom liegt:

Wer sich aufmerksam umschaut, wird vielleicht an diesem Tag bei seinen Mitmenschen zwei verschiedene Socken entdecken – als Symbol, dass jeder anders ist – und in der Zeitung oder im Internet einige Berichte über Menschen mit Downsyndrom finden – oder aber Poster mit wunderschönen Menschen sehen. Denn viele Vereine oder Gruppen gestalten jedes Jahr aufs Neue tolle Poster und werben damit für mehr Sichtbarkeit und Akkzeptanz von Menschen mit Downsyndrom. Natürlich haben auch wir dieses Jahr bei einer Posteraktion mitgemacht – und für diesen Anlass werde ich am 21. März sogar eine Ausnahme von meiner Regel machen, keine Kinderfotos in diesem Blog zu zeigen. Damit Euch die Zeit bis dahin nicht zu lang wird, habe ich Euch als kleinen Vorgeschmack unser allererstes Poster aus dem Jahr 2012 eingestellt.

Und noch ein Video möchte ich Euch zeigen: Im Jahr 2016 ging es viel um das Thema Inklusion – in kurzen Videos erzählen Kinder und Jugendliche, wer sie sind, wie sie leben und beschreiben ihre Freunde. Am Ende MUSS einfach jeder feststellen, dass die Unterschiede zu nichtbehinderten Menschen kaum vorhanden sind:

 

Wie Ihr wisst, sind die Themen Inklusion und Teilhabe für mich sehr wichtig. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich Mutter eines so wunderbaren Sohnes sein darf, der mir – neben vielem anderen – einige sehr schöne und einzigartige Begegnungen ermöglicht hat. Und ich denke, dass eigentlich jeder das Glück haben sollte, Menschen kennenzulernen, die in irgendeiner Weise außerhalb der Norm sind. Deshalb möchte ich Euch gerne einladen, an meiner Blogparade teilzunehmen und uns von Euren eigenen Begegnungen zu erzählen. Welche Begegnung(en) hattet Ihr? Was haben diese Begegnungen in Euch bewirkt? Haben sie Euer Leben reicher gemacht? Oder habt vielleicht Ihr das Leben einer anderen Person durch eine Begegnung bereichert? Wo seid Ihr in Kontakt mit Menschen mit Besonderheiten gekommen?

Ich würde mich freuen, wenn einige schöne Beiträge zustande kommen würden. Wenn Ihr an der Blogparade teilnehmen wollt, lasst mir doch bitte Euren Link in den Kommentaren da – ich verlinke ihn dann im Text.

Ihr wollt teilnehmen, habt aber keinen eigenen Blog? Dann schickt mir doch den Text über Eure Begegnung per E-Mail und ich veröffentliche und verlinke ihn hier auf dem Blog!

Die Blogparade läuft bis zum 21. März (das ist jetzt wohl nicht überraschend) – ich bin gespannt auf Eure Beiträge!

Liebe Grüße,

 

Eure Kleinstadtlöwenmama

Hier sind die bisherigen Beiträge zur Blogparade:

Alexandra Althaus hat hier einen Gastartikel geschrieben und auch Daniela Schmitt hat hier im Blog von ihrer Zeit auf der Entbindungsstation berichtet.

Christine hat bei Joshua Samuel von einer Begegnung erzählt

Gundula erzählt von negativen Begegnungen während der Aufklärung rund um die vorgeburtliche Diagnostik

Anja von der Kellerbande hat ihre bisherigen Begegnungen mit Menschen mit Trisomie 21 zusammengefasst.

Und auch JennyPenny von Geliebt und Durchgeknallt hat einen Artikel über ihre verschiedenen Begegnungen mit Besonderheit geschrieben.

In letzter Minute hat auch Jennifer von Muttiheft ihre erste Begegnung mit Inklusion aus Lehrersicht verbloggt – für mich ja direkt doppelt spannend!

Danke Euch allen für Eure Beiträge!!

24 Gedanken zu „Welt-Down-Syndrom-Tag und Aufruf zur Blogparade: Begegnungen

  1. Uch möchte auch meine Erfahrung mit euch teilen 😊
    Meine Freundin hat einen ganz tollen lieben Sohn.
    Der kleine Ben ist einfach perfekt er macht nicht nur das Leben seiner Eltern einzigartig auch meines bereichert er jedesmal wenn wir uns sehn.
    Kennen gelernt haben wir uns durch Zufall beim einkaufen letzten Jahres im Sommer und seitdem habe ich nicht nur eine wunderbare Freundin gewonnen nein ein kleiner Mensch hat seit letzten Jahr mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.
    Er ist nicht nur besonders er ist perfekt denn jeder Tag mit ihm ist ein Geschenk.
    Nicht nur er lernt von uns den Erwachsenen auch wir lernen jeden Tag von ihm und seitdem sehe ich die Welt mit andren Augen und dafür bin ich sehr dankbar für diese tolle spontane Begegnung damals

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  2. Tolle Aktion. Ich finde es ein spanendes Thema denn tatsächlich hat man mit einem Kind mit DS oder anderen Behinderungen Begegnungen und Gespräche die man sonst so nie gehabt hätte.
    Mir fallen da spontan auch mehrere Begegnungen ein. Ich habe dazu auch gerade einen Text verfasst. Ich habe keinen Blog, kannst du mir deine E-mail Adresse schicken dann schicke ich ihn dir zu.

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  3. Pingback: Beitrag zur Blogparade „Begegnungen“ | Kleinstadtlöwen

  4. Tolle Aktion, finde ich euch. Ich habe keine Begegnung in dem Sinne zu liefern wie du sie angedacht hast, dafür aber tägliche Berührung mit meinem kleinen Mädchen, das Ende Mai mit Down Syndrom zur Welt kommt. Ziemlich bald nach der Diagnose habe ich einen Blog gestartet: https://geliebteronja.wordpress.com/
    Es gibt noch nicht sehr viele Beiträge, aber vielleicht möchtest du einen davon hier teilen.

    Alles Liebe, und danke auch für das tolle Video!

    Gundula

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  5. Liebe Kleinstadtlöwin,

    ich habe heute einen Beitrag geschrieben, von dem ich ich jetzt im nachhinein denke, dass er gut zu deinem Thema „Begegnungen“ passen würde: https://geliebteronja.wordpress.com/2018/03/05/wut/
    Es geht allerdings eher um Begegnungen im negativen Sinne, nämlich darum, wie herzlos man über unsere ungeborene Tochter urteilt. Und es geht darum, wie sehr Begegnungen im Sinne von Reaktionen der Umwelt, Beratung und Aufklärung meiner Meinung nach die Entscheidung beeinflussen, ein Kind mit Down Syndrom abzutreiben, oder nicht. Wie ich finde kein schönes, aber ein ungemein wichtiges Thema.
    Vielleicht passt es ja…

    Alles Liebe

    Gundula

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    • Liebe Gundula,
      ich danke Dir für Deinen Artikel, den ich gleich verlinken werde. Leider gehören ja auch negative Begegnungen dazu – wie schade, wenn man diese sogar schon vorgeburtlich machen muss. Ich denke auch, dass Sprache enorm wichtig ist und dass gerade Ärzte in ihren Briefen (denn wir Eltern bekommen immer eine Kopie oder können Einsicht einfordern) mehr auf ihre Ausdrucksweise achten sollten. Mein „Highlight“ (Ironie) sind immer die Therapieberichte – die „müssen“ negativ gehalten werden, damit die Therapien weiterhin übernommen werden. Trotzdem nicht einfach zu lesen… Ich wünsche Dir weiter viel Mut und trotzdem viele schöne Begegnungen (und die schönste kommt dann hoffentlich im Mai!)

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  6. Eine schöne Idee. Mich haben vor jetzt 20 Jahren Begegnungen mit ganz besonderen Menschen gehabt, die mich für immer veraendert haben. Ich war in einem Camphill als Freiwillige; heute sehe ich die Einrichtung sehr kritisch, aber die Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, waren wunderbar.

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  7. Pingback: Beitrag zur Blogparade „Begegnungen“ | Kleinstadtlöwen

  8. Pingback: Kleinigkeiten – Fädenrisse

  9. Guten Tag! ich hätte sehr gern bei Gundula (s.o. Gundula erzählt von negativen Begegnungen ) kommentiert, denn ihr Artikel spricht mir aus dem Herzen. Mit fortschreitender Diagnostik und Möglichkeiten der genetischen „Korrekturen“ steigt der Druck auf die Frauen, „missgebildete Föten abzutreiben oder im Vorfeld korrigieren zu lassen“. Obgleich ich es in Anführungsstrichen schreibe, graut mir vor der Formulierung. Die ganze Tendenz geht in Richtung „Eugenik“, wie die Nazi-Ideologie ihr Mörderprogramm nannte. Und diese Ideologie ist leider auf dem Vormarsch.
    Um nicht nur negativ zu kommentieren, möchte ich auf ein Projekt hinweisen, dass vor ca anderthalb Jahren in Kalamata (Süd-Griechenland) angelaufen ist und über das ich in meinem Blog immer wieder berichte. https://gerdakazakou.com/2017/06/18/lysos-garten-feiert-den-ersten-jahresabschluss/ (sowie alles unter dem Stichwort „Lysos Garten“). Es handelt sich um ein Ausbildungsprojekt im Gartenbau, an dem auch ein junger Mann mit Dow beteiligt ist.

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  10. Pingback: Blogparade: Begegnungen - Geliebt und Durchgeknallt

  11. Pingback: Studium und Lehreralltag: Meine erste Begegnung mit Inklusion - Muttiheft

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