Mental Load bei Eltern von Kindern mit Behinderung – mit Buchtipp

Liebe Leser*innen,

manchmal kursieren auf Facebook mehr oder weniger lustige Listen mit Titeln wie „10 Dinge, die Du nur kennst, wenn Du ein echter Saarländer bist“ oder ähnliches. Und wie das halt so ist, wenn man irgendeinen Bezug zu dem Thema hat (ich bin zum Beispiel halbe Saarländerin), dann schaut man sich die Liste an, um herauszufinden, ob man wirklich alle Dinge kennt. So ähnlich ging es mir auch eines Tages mit der Liste „10 Dinge, die Du kennst, wenn Du ein Kind mit Behinderung hast“ – heute erinnere ich mich zwar nicht mehr an alle Punkte, aber einiges ist mir im Gedächtnis geblieben: Weiterlesen

6 Wochen Schule: Eine erste Bilanz

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Liebe Leser*innen,

während es hier auf dem Blog zur Zeit wieder mal sehr ruhig ist, sind wir im echten Leben alle gut beschäftigt. Die ersten 6 Wochen Schule liegen nun hinter uns und ich möchte heute meine bisherigen Eindrücke mit Euch teilen. Weiterlesen

6 Freitagslieblinge am 5. Oktober 2018

Hallo liebe Leser*innen,

schon wieder ist eine Woche vorüber und ich darf auf viele schöne Momente zurückblicken – die 6 schönsten habe ich, wie fast jede Woche, hier für Euch zusammengestellt, anch einer Idee von Berlinmittemom. Weiterlesen

6 Freitagslieblinge am 29.9.2018

Hallo zusammen,

mit viel Verspätung kommen auch wieder meine 6 Lieblinge der Woche für Euch!

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Da wir alle und insbesondere das Löwenmädchen diese Woche sehr angeschlagen waren, gab es viele ruhige Lieblingsmomente mit den Kindern – zum Beispiel das gemeinsame Basteln eines Häuschens für „Piepsi“.

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Meinen Lieblingsmoment nur für mich hatte ich diese Woche, als ich morgens sehr früh zur Arbeit fuhr und auf einmal Blick auf einen wunderbaren Sonnenaufgang über Nebelfeldern hatte!

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Bei kranken Kindern ist Nervennahrung besonders wichtig, daher war unser Lieblingsessen diese Woche eindeutig der selbstgemachte Schokokuchen.

Inspiration habe ich diese Woche in der Süddeutschen zum Thema Pränataldiagnostik gefunden. In diesem Zusammenhang möchte ich Euch auch gerne schon einmal auf eine Petition aufmerksam machen, die mir sehr am Herzen liegt und über die ich – wenn wir nächste Woche hoffentlich alle wieder fit sind – noch ausführlicher schreiben möchte (und für diejenigen, die mir nicht auf Facebook folgen, hier auch noch einmal die Petition für Umsetzung eines inklusiven Schulsystems, die ich vor einigen Tagen schon auf Facebook geteilt habe).

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Als Buch der Woche möchte ich Euch diesmal eines unserer allerliebsten Vorlesebücher vorstellen: „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“* erzählt die unglaublich spannende Reise von Tom, Marie und dem Elefanten Abuu nach Afrika. Der einzige Nachteil des Buches ist, dass die Löwenkinder es soooo spannend finden, dass sie oft das Einschlafen vergessen.

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Als letztes habe ich diese Woche besonders viele Lieblingsmenschen, da wieder einmal ein wunderbarer Kurs zuende ging, mit motivierten (und motivierenden) Studierenden und inspirierenden Kolleginnen – DANKE!

Wie war Eure Woche? Wenn Ihr noch mehr Freitagslieblinge anschauen wollt, dann schaut mal rüber zur Berlinmittemom! Genießt das Wochenende,

viele Grüße

 

Eure Kleinstadtlöwenmama

*Affiliate Link: Wenn Ihr über diesen Link kauft, bekommen wir eine kleine Umsatzbeteiligung. Euch entsteht dadurch kein Nachteil. Und natürlich könnt Ihr die Bücher auch beim Buchhändler Eures Vertrauens erwerben.

Wochenende in Bildern vom 22. und 23. September 2018

Guten Abend Ihr Lieben,

schon wieder ist ein Wochenende vorüber und eine neue Woche erwartet uns. Bei uns stand dieses Wochenende ganz im Zeichen der Erholung und Belohnung – schließlich war die erste Woche als Schulkind bzw. als Ganztageskind für beide Löwenkinder eine richtige Herausforderung und auch habe deutlich gespürt, wie anstrengend die letzten Monate für mich waren – und bin an beiden Abenden mit den Kindern schlafen gegangen. Weiterlesen

6 Freitagslieblinge am 22.9.2018

Guten Morgen Ihr Lieben,

auch diese Woche schaffe ich es erst am Samstag, Euch meine 6 Lieblingsmomente der Woche zu präsentieren:

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Inklusion ja – aber wie? Der Index für Inklusion (Rezension)

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Inklusion

Liebe Leser*innen,

letztes Jahr hatte ich das große Glück, bei einem Workshop von Ines Boban und Andreas Hinz dabei sein zu dürfen. Die beiden haben den Begriff der Inklusion in Deutschland maßgeblich geprägt und sind durch ihre Arbeit mit dem Index für Inklusion* sowie – insbesondere Ines Boban – durch ihre Organisation von Zukunftsfesten bestens bekannt.

Dieser Workshop mit dem Titel „Anknüpfungspunkte Inklusion“ war für mich wirklich ein augenöffnender Moment, bei dem mir die volle Tragweite des Inklusionsbegriffes erst richtig bewusst wurde. Auch wenn ich mir schon vorher „Inklusion“ für den Löwenjungen gewünscht hatte, so ist mir erst an diesem Tag klargeworden, dass Inklusion sehr viel mehr ist als lediglich die Teilhabe von Kindern mit Behinderung am Unterricht. Inklusion betrifft jeden von uns und heißt, dass jeder so, wie er ist, seinen Platz in unserer Gesellschaft findet, unabhängig von seinem familiären Hintergrun und seinen Besonderheiten. Es ist eine generelle Haltung dem Menschen gegenüber. Der Grundstein dafür wird in der Schule gelegt – und dass Deutschlands Schulen auch heute noch an vielen Stellen recht verschlossen wird, wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen (Beispiele: Die Chancen für ein „Nichakademikerkind“, ein Studium zu absolvieren, sind erheblich geringer als in anderen Ländern. In Baden-Württemberg wird bisher kein einziges Kind mit geistiger Behinderung an einem Gymnasium inklusiv beschult. Kinder mit Migrationshintergrund verlassen die Schule wesentlich häufiger ohne Abschluss).

Die Schule als Abbild der demokratischen Gesellschaft ist für alle da – und sollte die Wünsche und Bedürfnisse eines jeden berücksichtigen. Dies geht aber nur, wenn die Schule sich öffnet und sich in Richtung Inklusion und Demokratie weiterentwickelt. Wie dies gehen soll, wird sehr anschaulich im Index für Inklusion* erklärt, den der Beltz Verlag mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Das Buch erläutert zuerst den Ansatz des Indexes: Er unterteilt den Prozess zunächst in drei Dimensionen ( A: Inklusive Kulturen schaffen, B: Inklusive Strukturen etablieren, C: Inklusive Praktiken entwickeln). Für jede dieser Dimensionen gibt es zunächst zwei Unterpunkte, die wiederum durch verschiedene Indikatoren definiert werden. So ist zum Beispiel „Eine Schule für alle entwickeln“ der erste Unterpunkt von der Dimension B. Einer der Indikatorn in diesem Bereich heißt: „Die Schule organisiert Lerngruppen so, dass die Vielfalt abgebildet und das Lernen aller unterstützt wird.“ Nun gibt das Buch mit diesen Indikatoren viele konkrete Denkanstöße – aber wer nun einen vorgefertigten Aktionsplan erwartet, wird enttäuscht sein. Für jeden Indikator steht eine Liste mit Fragen bereit, der alle am Schulgeschehen beteiligten Personen zum Nachdenken, zum Austausch und zum gemeinsamen Handeln bringen soll. So soll jede Schule ihren eigenen Weg zur Inklusion finden und dabei durch den Index Hilfestellung und Anregungen finden.

Die Autoren schreiben hierzu:

Inklusion ist ein Prozess, der nie endet. (…) Es geht darum, Entwicklungen so zu gestalten, dass sie das Lernen und die Teilhabe aller unterstützen: der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien, des Schulpersonals und der Mitgelider der Schulgremien sowie der Menschen aus dem Umfeld der Schule. (…) Ein gemeinsames Verständnis von Inklusion kann leichter entstehen, wenn man sich mit den Auswirkungen in der Praxis auseinandersetzt anstatt mit abstrakten Ideen und ohne eine Vorstellung von der praktischen Umsetzung. (…) Inklusion ist für uns ein kontinuierlicher Prozess aktiver Teilhabe mit dem Ziel, partizipative Strukturen zu schaffen und inklusive Werte in Handeln umzusetzen. (…) Inklusion will, dass Menschen sich wohlfühlen und Einrichtungen sich öffnen. Vor allem bedeutet Inklusion das Umsetzen inklusiver Werte in Handeln.

Eben diese zitierten Werte werden im ersten, theoretischen Teil des Buches genauer dargestellt und erläutert. Außerdem wird diesem „Rahmen inklusiver Werte“ auch ein Rahmen exkludierender Werte gegenübergestellt.

Schließlich gibt der Index* auch Hinweise, wie Lehrpläne und Curricula neu und inklusiv gestaltet werden könnten – auch dies ein sehr spannender Ansatz, der auch die Frage aufwirft, was wir eigentlich zu welchem Zweck lernen – und wie man den Lernstoff anders verknüpfen könnte.

Ich kann die Lektüre dieses Buches also nicht nur denen empfehlen, die sich mit Schulentwicklung beschäftigen (also Lehrer, Mitglieder in verschiedenen Schulgremien etc.), sondern auch allen anderen, die sich für Inklusion interessieren und die sich fragen, wie  genau der Wandel hin zu einer inklusiven Gesellschaft weitergebracht werden kann.

Kennt jemand von Euch den Index für Inklusion*? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Leider kann ich Euch nicht, wie ursprünglich geplant, Beispielseiten aus dem Buch zeigen – das Lehrerteam des Löwenjungen hat es sich nämlich letzte Woche ausgeliehen, um sich inspirieren zu lassen!

Viele Grüße

Eure Kleinstadtlöwenmama

 

*Affiliate Link: Wenn Ihr über diesen Link kauft, bekommen wir eine kleine Umsatzbeteiligung. Euch entsteht dadurch kein Nachteil. Und natürlich könnt Ihr die Bücher auch beim Buchhändler Eures Vertrauens erwerben