6 Wochen Schule: Eine erste Bilanz

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Liebe Leser*innen,

während es hier auf dem Blog zur Zeit wieder mal sehr ruhig ist, sind wir im echten Leben alle gut beschäftigt. Die ersten 6 Wochen Schule liegen nun hinter uns und ich möchte heute meine bisherigen Eindrücke mit Euch teilen. Weiterlesen

6 Freitagslieblinge am 22.9.2018

Guten Morgen Ihr Lieben,

auch diese Woche schaffe ich es erst am Samstag, Euch meine 6 Lieblingsmomente der Woche zu präsentieren:

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Inklusion ja – aber wie? Der Index für Inklusion (Rezension)

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Inklusion

Liebe Leser*innen,

letztes Jahr hatte ich das große Glück, bei einem Workshop von Ines Boban und Andreas Hinz dabei sein zu dürfen. Die beiden haben den Begriff der Inklusion in Deutschland maßgeblich geprägt und sind durch ihre Arbeit mit dem Index für Inklusion* sowie – insbesondere Ines Boban – durch ihre Organisation von Zukunftsfesten bestens bekannt.

Dieser Workshop mit dem Titel „Anknüpfungspunkte Inklusion“ war für mich wirklich ein augenöffnender Moment, bei dem mir die volle Tragweite des Inklusionsbegriffes erst richtig bewusst wurde. Auch wenn ich mir schon vorher „Inklusion“ für den Löwenjungen gewünscht hatte, so ist mir erst an diesem Tag klargeworden, dass Inklusion sehr viel mehr ist als lediglich die Teilhabe von Kindern mit Behinderung am Unterricht. Inklusion betrifft jeden von uns und heißt, dass jeder so, wie er ist, seinen Platz in unserer Gesellschaft findet, unabhängig von seinem familiären Hintergrun und seinen Besonderheiten. Es ist eine generelle Haltung dem Menschen gegenüber. Der Grundstein dafür wird in der Schule gelegt – und dass Deutschlands Schulen auch heute noch an vielen Stellen recht verschlossen wird, wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen (Beispiele: Die Chancen für ein „Nichakademikerkind“, ein Studium zu absolvieren, sind erheblich geringer als in anderen Ländern. In Baden-Württemberg wird bisher kein einziges Kind mit geistiger Behinderung an einem Gymnasium inklusiv beschult. Kinder mit Migrationshintergrund verlassen die Schule wesentlich häufiger ohne Abschluss).

Die Schule als Abbild der demokratischen Gesellschaft ist für alle da – und sollte die Wünsche und Bedürfnisse eines jeden berücksichtigen. Dies geht aber nur, wenn die Schule sich öffnet und sich in Richtung Inklusion und Demokratie weiterentwickelt. Wie dies gehen soll, wird sehr anschaulich im Index für Inklusion* erklärt, den der Beltz Verlag mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Das Buch erläutert zuerst den Ansatz des Indexes: Er unterteilt den Prozess zunächst in drei Dimensionen ( A: Inklusive Kulturen schaffen, B: Inklusive Strukturen etablieren, C: Inklusive Praktiken entwickeln). Für jede dieser Dimensionen gibt es zunächst zwei Unterpunkte, die wiederum durch verschiedene Indikatoren definiert werden. So ist zum Beispiel „Eine Schule für alle entwickeln“ der erste Unterpunkt von der Dimension B. Einer der Indikatorn in diesem Bereich heißt: „Die Schule organisiert Lerngruppen so, dass die Vielfalt abgebildet und das Lernen aller unterstützt wird.“ Nun gibt das Buch mit diesen Indikatoren viele konkrete Denkanstöße – aber wer nun einen vorgefertigten Aktionsplan erwartet, wird enttäuscht sein. Für jeden Indikator steht eine Liste mit Fragen bereit, der alle am Schulgeschehen beteiligten Personen zum Nachdenken, zum Austausch und zum gemeinsamen Handeln bringen soll. So soll jede Schule ihren eigenen Weg zur Inklusion finden und dabei durch den Index Hilfestellung und Anregungen finden.

Die Autoren schreiben hierzu:

Inklusion ist ein Prozess, der nie endet. (…) Es geht darum, Entwicklungen so zu gestalten, dass sie das Lernen und die Teilhabe aller unterstützen: der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien, des Schulpersonals und der Mitgelider der Schulgremien sowie der Menschen aus dem Umfeld der Schule. (…) Ein gemeinsames Verständnis von Inklusion kann leichter entstehen, wenn man sich mit den Auswirkungen in der Praxis auseinandersetzt anstatt mit abstrakten Ideen und ohne eine Vorstellung von der praktischen Umsetzung. (…) Inklusion ist für uns ein kontinuierlicher Prozess aktiver Teilhabe mit dem Ziel, partizipative Strukturen zu schaffen und inklusive Werte in Handeln umzusetzen. (…) Inklusion will, dass Menschen sich wohlfühlen und Einrichtungen sich öffnen. Vor allem bedeutet Inklusion das Umsetzen inklusiver Werte in Handeln.

Eben diese zitierten Werte werden im ersten, theoretischen Teil des Buches genauer dargestellt und erläutert. Außerdem wird diesem „Rahmen inklusiver Werte“ auch ein Rahmen exkludierender Werte gegenübergestellt.

Schließlich gibt der Index* auch Hinweise, wie Lehrpläne und Curricula neu und inklusiv gestaltet werden könnten – auch dies ein sehr spannender Ansatz, der auch die Frage aufwirft, was wir eigentlich zu welchem Zweck lernen – und wie man den Lernstoff anders verknüpfen könnte.

Ich kann die Lektüre dieses Buches also nicht nur denen empfehlen, die sich mit Schulentwicklung beschäftigen (also Lehrer, Mitglieder in verschiedenen Schulgremien etc.), sondern auch allen anderen, die sich für Inklusion interessieren und die sich fragen, wie  genau der Wandel hin zu einer inklusiven Gesellschaft weitergebracht werden kann.

Kennt jemand von Euch den Index für Inklusion*? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Leider kann ich Euch nicht, wie ursprünglich geplant, Beispielseiten aus dem Buch zeigen – das Lehrerteam des Löwenjungen hat es sich nämlich letzte Woche ausgeliehen, um sich inspirieren zu lassen!

Viele Grüße

Eure Kleinstadtlöwenmama

 

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Einschulungswochenende in Bildern – 15./16. September

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Liebe Leser*innen,

es ist schon wieder Montag morgen und hinter uns liegt ein langes Feierwochenende voller schöner Erinnerungen und bewegendender Momente. Ich habe zwar sehr viele Fotos von diesem Wochenende, allerdings sind die allermeisten nicht blogtauglich, weil die Löwenkinder oder andere Gäste darauf zu sehen sind. Weiterlesen

Inklusive Beschulung: So ist der Stand zwei Tage vor der Einschulung

Inklusion

Liebe Leser*innen,

einige unter Euch werden sich vielleicht fragen, warum wir hier immer noch nicht vom Schulbeginn berichtet haben. Aus einem ganz einfachen Grund: Die Schule hat hier in Baden-Württemberg erst am 10. September wieder begonnen – und die Erstklässler werden traditionell am Samstag nach der ersten Schulwoche eingeschult. Wir müssen also noch zwei Tage warten bis zum großen Tag.

Trotzdem wollte ich Euch schon einmal einen Überblick geben, was sich seit dem Beginn der Sommerferien alles getan hat – einiges hatte ich ja auch schon in meinen Tipps zur inklusiven Beschulung gesagt.

Schulbegleitung:

Da es sich um eine Gruppenlösung handelt (= mehrere Schüler mit einer geistigen Behinderung), teilen sich die Schüler auch die Schulbegleitung – dafür wurde diese aber vollumfänglich genehmigt. Zwei Personen teilen sich die Begleitung der Kinder. Beide habe ich Anfang August kennengelernt und hätte, wenn ich gewollt hätte, ein Veto eingelegt. Gemeinsam mit dem Kindergarten habe ich organisiert, dass beide Personen über einen Zeitraum von zehn Tagen den Löwenjungen fast täglich im Kindergarten besucht und kennengelernt haben. Wir hoffen, dass er dann bei Schulbeginn schnell versteht, dass dies seine beiden Vertrauenspersonen sind und er einen leichteren Start hat. Eine Fachkraft wurde uns übrigens nicht genehmigt, sondern nur Hilfskräfte. Übrigens bezahle ich diese Besuche im Kindergarten über das Budget der zusätzlichen Betreuungsleistungen, also über die Pflegekasse.

Betreuung/Berufstätigkeit/wirkliche Inklusion:

Ich habe den Löwenjungen in der sog. „Verlässlichen Grundschule“ angemeldet. Das heißt, er wird dort von 7h30 bis 14h betreut – auch wenn zB die erste Stunde ausfällt. Er kann auch dort zu Mittag essen und hat hoffentlich Gelegenheit, Kontakte zu den anderen Kindern zu knüpfen – denn auch das ist Inklusion. Dadurch, dass der Löwenjunge nicht in seinem direkten Umfeld zur Schule gehen darf, sondern eine Schule besuchen muss, die knapp 20km entfernt ist, hat er einen Anspruch auf Beförderung zur Schule. Oft wird dann von der Kommune ein Taxi- oder Busunternehmen organisiert. Dies fährt aber nur zu den Unterrichtszeiten – d.h. der Löwenjunge könnte dann nicht mit den anderen Kindern zusammen essen oder spielen. Das hieße auch, dass ich meinen Beruf gänzlich aufgeben müsste, um pünktlich zuhause zu sein und meinem Kind ein Mittagessen zuzubereiten oder es zu betreuen. Oder ich müsste eine Tagesmutter finden, die diese Aufgaben übernimmt. Ganz abgesehen davon, finde ich mein Kind zu klein, um mit dem Taxi zu fahren, zumindest im ersten Schuljahr. Wer ihn kennt, weiß, dass er sehr zurückhaltend ist, er wird, denke ich, mit der Eingewöhnung in die Schule genug zu tun haben. Ich habe also einen Antrag auf Einzelfallentscheidung zur Unterstützung bei den Fahrtkosten gestellt. Die Antwort steht noch aus, aber ich werde Euch berichten.

Lehrer

Vom Lehrerteam habe ich bisher einen sehr guten Eindruck. Die neue Klassenlehrerin kommt frisch aus dem Refererat, die Sonderpädagogin hat schon Erfahrung mit Inklusion. Beide waren gestern beim Elternabend anwesend und die Sonderpädagogin hat sich vorgestellt mit den Worten: „Ich bin Sonderpädagogin und mit 9 Wochenstunden in der Inklusionsklasse. Die Klassenlehrerin und ich verstehen uns aber als Team und ich fühle mich für alle Kinder in der Klasse zuständig.“ Ein weiterer Elternabend nur zum Thema Inklusion soll folgen. Auch ein Einzelgespräch mit mir fand schon statt, um die Bedürfnisse des Löwenjungen besser kennenzulernen – und nächste Woche besuchen die beiden als Team eine dreitägige Inklusionsfortbildung.

Eltern

Von den anderen Eltern kam gestern zum Thema Inklusion gar keine Frage oder Rückmeldung. Allen war bekannt, dass es eine Inklusionsklasse sein wird – ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Der Löwenjunge

Der Löwenjunge war gestern morgen recht traurig, als ihm der Abschied aus dem Kindergarten bevorstand. Trotzdem freut er sich auf die Schule und scheint auch die Schulbegleiterinnen, insbesondere eine der beiden, ins Herz geschlossen zu haben. Wir sind jetzt alle sehr gespannt auf die Einschulungsfeier am Samstag – der Bericht folgt dann im Wochenende in Bildern! 🙂

Viele Grüße

Eure aufgeregte Kleinstadtlöwenmama

 

Die 11 besten Tipps, wenn Du Dein Kind mit Behinderung inklusiv beschulen möchtest

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Inklusion

Guten Morgen, liebe Leser*innen,

und willkommen zurück auf dem Blog! Ich hoffe, Ihr hattet einen schönen Sommer, konntet Euch ausruhen und die Sonne genießen.

Hier naht die Einschulung des Löwenjungen mit großen Schritten und wir sind alle schon sehr gespannt. Gleichzeitig beginnt auch das letzte Kindergartenjahr des Löwenmädchens, so dass wir in einigen Monaten wieder die Entscheidung treffen müssen, welche Grundschule wohl die geeignete sein wird.

Für diejenigen unter Euch, die auch ein Kind mit Besonderheit haben, welches demnächst schulpflichtig wird, habe ich mal meine wichtigsten Tipps für die Schulsuche aufgeschrieben – basierend auf meinen Erfahrungen hier in Baden-Württemberg im letzten Jahr. Weiterlesen

Zurück im Alltag – Wochenende in Bildern vom 1. und 2. September 2018

20180830_144947Hallo Ihr Lieben,

der Sommermonat August ist vorbei und, wie versprochen, melden wir uns wieder zurück – wie immer sonntags mit unserem Wochenende in Bildern!

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Am Freitag haben wir viel zu tun: Die Einschulung des Löwenjungen steht kurz bevor und wir müssen sein Zimmer noch „schulkindbereit“ machen. In unserem zuständigen Schulamt hat man mir zwar gesagt, der Löwenjunge würde wegen seiner Behinderung keine Hausaufgaben aufbekommen – man wolle ihn ja, ohne ihn jemals gesehen zu haben, nicht „überfordern“ – ich sehe das aber natürlich anders und werde bei seinen Lehrer*innen auch Hausaufgaben für ihn einfordern.

Da bald auch der Geburtstag des Löwenmädchen ansteht, habe ich eine neue Kuchenform besorgt. Als ich den Kindern beim Abendessen den Namen der Form vorlese, ist der Lacherfolg natürlich riesig…

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Endlich starten wir wieder einmal mit einem richtig gemütlichen Frühstück in den Tag bzw. ins Wochenende.

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Der Vormittag vergeht mit einem Spaziergang und viel Spielen wie im Flug und den Rest des Tages genießen wir die Sonne mit lieben Freunden.

Am Sonntag nehmen die Kinder zunächst einmal ein Bad, bevor sie stundenlang in Rollenspiele abtauchen und erst zum Mittagessen wieder kommen. Ich nutze die Zeit zum Lesen und entdecke die wunderbare Sonderbeilage der Aktion Mensch zum Thema Inklusion!

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Nachmittags werden die Kinder von ihrem Vater abgeholt und ich wollte eigentlich arbeiten. Eigentlich.

Wie ist es Euch im August ergangen? Und wie war Euer Wochenende? Seid Ihr noch in Urlaubsstimmung oder schon wieder im Alltag?

Ab Dienstag gibt es hier wieder regelmäßig Lektüre für Euch! 🙂 Bis dahin

viele Grüße

 

Eure Kleinstadtlöwenmama