Spätsommerwochenende in Bildern

Liebe Leser*innen,

wie immer sonntags abends kommen hier ein paar Eindrücke von unserem wunderbar spätsommerlichen Wochenende (mehr gibt es bei geborgen wachsen).

Wir beginnen das Wochenende am Freitag Nachmittag mit einer kleiner Fahrrad-Laufrad-Runde, an deren Ende wir eine sehr geschwächte Hummel finden. Auf unserer Terrasse bauen die Kinder ihr ruckzuck eine Hummelwohnung, inklusive Federn, Löwenmädchens Lieblingslöffel, Kastanien und Muscheln. Weiterlesen

6 Freitagslieblinge am 22.9.2018

Guten Morgen Ihr Lieben,

auch diese Woche schaffe ich es erst am Samstag, Euch meine 6 Lieblingsmomente der Woche zu präsentieren:

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Mit anderen Augen: 6 Freitagslieblinge am 7.9.2018

Liebe Leser*innen,

die erste Woche im September ist schon wieder um und somit möchte ich auch gerne die Tradition der Freitagslieblinge wieder aufleben lassen. Diesen positiven Wochenrückblick habe ich wirklich liebgewonnen, vor allem nach Wochen wie dieser, in denen es mir auf den ersten Blick schwer fällt, 6 schöne Momente auszumachen. Aber gerade dann ist es ja wichtig und unheimlich bestärkend, die vergangenen Tage „mit anderen Augen“ zu betrachten und den Blickwinkel etwas zu verändern. Nur die Bilder zu den Lieblingen, die sind diese Woche wirklich zu kurz gekommen – bitte entschuldigt!

Mein Lieblingsmoment mit den Kindern ist daher schon der erste ungewöhnliche Moment. Am Montag war der Kindergarten geschlossen, so dass ich mir freigenommen hatte, um den Tag mit den Löwenkindern zu verbringen. Wir hatten auch wirklich viele wunderbare Momente, aber am frühen Abend war irgendwann die Luft raus – und es flogen die Fetzen, und zwar, wie häufig, zwischen dem Löwenmädchen und mir (der Löwenjunge streitet nämlich nicht, sondern versinkt in Passivität – ob das nun typisch männlich oder typisch für sein Extrachromosom ist, sei mal dahingestellt 😉 ). Dieses Mal konnte ich aber nach unserem Streit endlich einmal klar sehen, warum ich in eben dieser (immer wiederkehrenden) Konfliktsituation so empfindlich reagiere – und nicht so gelassen und auf Augenhöhe mit meiner Tochter, wie ich mir das eigentlich wünsche. Das war eine sehr befreiende Erkenntnis und es hat auch den Rest der (schwierigen) Woche für mich und uns sehr erleichtert.

Auch in anderen Bereichen gab es diese Woche hier Konflikte. ABER: Es ist ein wunderbares Gefühl, danach festzustellen auch Konflikte ihr Gutes haben – oft haben sie eine bereinigende Wirkung, öffnen neue Sichtweisen oder auch neue Handlungsperspektiven. Ich mag diesen Moment, wenn man aus seinem eigenen Gedankenkarussell herauskommen und die Situation mit anderen Augen betrachten kann – also im Rückblick sogar ein Fall für den Lieblingsmoment für mich!

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Mit anderen Augen„* ist auch der Titel meines Lieblingsbuchs der Woche. Reiseberichte lese ich seltsamerweise von alleine fast nie – nur dann, wenn ich sie a) von jemandem geschenkt bekommen habe oder b) es gleichzeitig noch um ein anderes Thema geht, das mich sehr interessiert. Letzteres ist der Fall bei dem Buch „Mit anderen Augen“* von Fabius Sixtus Körner, der als „Journey Man“ mit seinen Reiseberichten schon recht bekannt ist. In seinem letzten Buch erzählt er von der Geburt seiner Tochter Yanti, die – genau wie der Löwenjunge – mit einem Extrachromosom zur Welt kam. Im Buch geht es zunächst um sein Leben und die Reisen vor der Geburt seiner Tochter, dann um die erste Zeit nach der Geburt – und schließlich berichtet er von den ersten Reisen, die sie zu dritt unternehmen. Mir gefällt an dem Buch ganz besonders, dass der Autor sehr eindrucksvoll zeigt, dass Unabhängigkeit und Freiheit auch mit einem Kind mit Behinderung möglich sind – und dass die Einschränkungen, die man bei der Diagnose gefürchtet hatte, sich nicht so bewahrheiten, wie man sich das vielleicht zu Beginn vorstellt.

Übrigens fand und finde ich nach wie vor Reisen mit dem Löwenjungen sehr unkompliziert (auch wenn ich gar nicht der Typ für Abenteuerreisen bin). Erstens fährt er gerne Auto und Zug – und ist da auch sehr geduldig. Und zweitens erlebt er sehr gerne Neues (auch wenn ihm der Aufbruch oft schwerfällt) und ich liebe es, gemeinsam mit den beiden Löwenkindern neue Orte zu entdecken. Martina von Jolinas Welt hat dem Autor einige Fragen gestellt – seine Antworten könnt Ihr hier nachlesen. Das Buch wurde mir netterweise vom Ullstein-Verlag zur Verfügung gestellt – vielen Dank!

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Mein Lieblingsessen waren definitiv die frischen Feigen, die ich gestern im Garten pflücken konnte. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, in einer Region zu leben, in der tatsächlich Feigen im Garten wachsen!

Inspirationen habe ich diese Woche bei den Weggefährtinnen gefunden.

Und zuletzt noch meine Lieblingsmenschen der Woche: Das Team in unserem wunderbaren Kindergarten, insbesondere natürlich die Heilpädagogin, die Bezugserzieherin des Löwenjungen und die Leiterin – sie alle unterstützen seit Jahren den Löwenjungen intensiv auf seinem Weg (und mich als Mutter unterstützen sie dabei gleich mit). Die ganze Woche haben sie jeden Tag die künftigen Schulbegleiterinnen des Löwenjungen im Kindergarten empfangen, Zeit mit ihnen verbracht und dafür gesorgt, dass er ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufbauen kann – für uns als Familie ein Schatz von unmessbarem Wert. Dass das für diese wunderbaren Menschen „selbstverständlich“ ist, dass sie alle ihren Beruf als Berufung leben, immer das ganze Kind im Blick haben und ihre Verantwortung nicht an der Kindergartentür (bzw. hier ganz konkret zu Beginn der Sommerferien) abgeben, macht diesen Schatz nur noch wertvoller.

Und somit sind die Freitagslieblinge für diese Woche vollständig und ich verlinke sie bei der lieben Anna!

Habt ein schönes Wochenende!

 

Eure Kleinstadtlöwenmama

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„Und ich mache es ropstem“ – Unser Alltag mit einem gefühlsstarken Kind – mit Rezension

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Liebe Leser*innen,

nachdem ich in den vergangenen Monaten sehr viel über den Löwenjungen berichtet habe, haben einige von Euch sich gewünscht, mehr über das Löwenmädchen zu erfahren.

Während der Löwenjunge der ruhende Pol unserer Familie ist, ist seine Schwester der Wirbelwind und sorgt mit ihrer unglaublichen Energie immer wieder für Action.

Freude und Wut liegen bei ihr unglaublich nah beeinander und beides erlebt sie so intensiv, dass ich oft das Gefühl habe, ich müsste sie vor der Wucht ihrer eigenen Gefühle beschützen. Weiterlesen

Warum Inklusion die beste Förderung ist – und die Sonderschule endlich der Vergangenheit angehören sollte: Mein Beitrag zum scoyo Blog Award

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Inklusion

Hallo Ihr Lieben,

wie Ihr wisst, ist das Thema Inklusion im letzten Jahr zu einem sehr wichtigen Bereich hier auf dem Blog geworden – zum einen aus persönlichen Gründen, weil ich mir für den Löwenjungen ein inklusives Umfeld wünsche, zum anderen aus gesellschaftspolitischer Überzeugung – denn im Grunde wünsche ich mir für JEDES Kind, ob mit oder ohne Besonderheit, ein solches inklusives Umfeld. Warum meiner Meinung nach Inklusion für alle wichtig ist, habe ich ja hier schon einmal aufgeschrieben.

Deshalb war ich natürlich sehr begeistert, als ich das diesjährige Thema des scoyo ELTERN Blog Awards gesehen habe: „Nachhilfe und Förderung. Was hilft unseren Kindern wirklich?“ Klar, dass sich mein Beitrag zu diesem Thema auch wieder um Inklusion dreht – denn für mich ist ein inklusives Lern- und Bildungsumfeld definitiv die beste Förderung! Aber lest selbst meinen Beitrag zum diesjährigen scoyo ELTERN Blog Award!

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Der kleine Festhalter – wie meine Kinder sich Übergänge erleichtern und warum mein Auto voller Spielzeug ist

Liebe Leser*innen,

an anderer Stelle hatte ich schon einmal von der Wutjacke geschrieben, die eine zeitlang dem Löwenmädchen geholfen hatte, seine starken Gefühle zu regulieren. Einige von Euch haben den Wunsch geäußert, noch mehr über sie und ihre Strategien im Alltag zu erfahren. Einen weiteren Trick, den inzwischen sogar beide Kinder sehr häufig anwenden, möchte ich Euch deshalb heute erklären. Weiterlesen

9 Monate getrennt-erziehend – wie geht es uns heute?

Liebe Leser*innen,

mein Artikel „Warum ich nicht alleinerziehend“ bin (und das darin enthaltene Plädoyer für den Begriff „getrennt-erziehend“) hat Euch sehr interessiert und ist auch diesen Monat in der Scoyo-Blogview zu lesen. Für mich war das ein guter Anlass, einmal Bilanz zu ziehen: Wie geht es uns heute mit dem neuen Familienmodell? Wie sieht unser Alltag aus, wo knirscht es vielleicht noch? Und wie gehen die Löwenkinder (und natürlich wir Löweneltern) inzwischen mit der Situation um? Weiterlesen