Aus meinem Bücherregal: Ratgeber für getrennte Eltern

20180317_110401Guten Morgen Ihr Lieben,

da ich in verschiedenen Gruppen immer wieder nach Empfehlungen für wirklich hilfreiche Ratgeber für frisch getrennte Eltern gefragt werde, habe ich heute einmal die 4 Bücher aufgelistet, die ich persönlich für sehr hilfreich halte. Jedes Buch hat einen anderen Schwerpunkt, so dass sie sich perfekt ergänzen.

Das erste Buch, „Trennung in Liebe“* von Mathias Voelchert, eignet sich eigentlich vor allem für Menschen, die merken, dass ihre Beziehung so nicht weitergehen kann. Das Buch soll helfen, die Beziehung zu überdenken und die richtigen Fragen zu stellen, um herauszufinden, ob und wie es weitergehen kann. Es betont – und das war für mich persönlich auch noch einmal wichtig – die früheren, positiven Erinnerungen und hält den/die Leser*in dazu an, sich gezielt an das zu erinnern, was man am (ehemaligen) Partner schätzt und liebt, und über die Schuldfrage hinauszugehen, um zu einer guten Beziehung, sei es als Partner oder „nur“ noch Eltern, zu kommen. Ich habe dieses Buch als letztes gelesen, nenne es aber hier an erster Stelle.

Wenn Ihr nun also trotz allem frisch getrennt seid – und vielleicht das Gefühl habt, den Boden unter den Füßen zu verlieren, dann solltet Ihr nun als erstes das Buch „Stark und Alleinerziehend – wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst„* von Alexandra Widmer lesen. Es geht hier wirklich um dich selbst und deinen Umgang mit der neuen Situation – also viel um innere Einstellung, Gefühle, Selbstfürsorge etc. Da ich mich aus anderen Gründen in den letzten Jahren schon viel mit genau diesen Themen beschäftigt hatte, waren die meisten Sachen für mich nicht wirklich neu – außerdem kam unsere Trennung für mich nicht sehr überraschend und ich hatte schnell meinen Frieden mit der neuen Situation gemacht. Aus vielen Gesprächen weiß ich aber, dass es den meisten doch anders geht – daher kann ich das Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen.

Das zweite Buch, das ich gelesen habe, war mir besonder wichtig: „Glückliche Scheidungskinder – Was Kinder nach der Trennung brauchen“* von Remo Largo und Monika Czernin. Die Bücher Babyjahre und Kinderjahre kennen die meisten von Euch wahrscheinlich schon – und ich war sehr positiv überrascht, als ich entdeckt habe, dass er also auch ein Buch über „Scheidungskinder“ geschrieben hat. Meine größte Sorge direkt nach unserer Trennung war nämlich, dass die neue Situation den Kindern schaden könnte. Außerdem wusste ich zunächst gar nicht, wie wir die Situation so gestalten könnten, dass es für die Löwenkinder am einfachsten ist. Wir waren uns nur sehr schnell einig, dass wir ihnen nach wie vor ein Familienleben geben und so gut wie möglich auf ihre Bedürfnisse eingehen wollten. In diesem Buch stehen die Kinder, ihre Gefühle und Bedürfnisse im Mittelpunkt – es zeigt Möglichkeiten und Wege auf, ihnen die Umstellung zu erleichtern, räumt aber auch mit dem Klischee auf, Scheidungskinder seien per se unglücklich. Mir persönlich hat das Buch viele Ängste und Sorgen in Bezug auf meine Kinder genommen, mir aber auch viel Hilfestellung gerade im Umgang mit der neuen Situation und in der Kommunikation innerhalb der Familie gegeben.

Dann empfehle ich noch allen Eltern, die sich auch eher als „getrennt-erziehend“ sehen, das „Mut-Mach-Buch für getrennte Eltern„* von Martina Schomisch, die selbst Patchworkfamiliencoach ist. Hier ging es intensiv darum, wie man nach einer Trennung am besten von der Paar- zur Elternebene gelangt und warum man auch als getrennte Eltern eine Familie bildet und dies den Kindern auch zeigen und vorleben sollte.

Der Transparenz halber möchte ich noch ergänzen, dass ich das erstgenannte Buch („Trennung in Liebe“) freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten, die drei anderen letzten Sommer selbst gekauft habe.

So, nun hoffe ich, dass der ein oder andere in dieser Liste hilfreiche Tipps findet – und würde natürlich von den getrennten Eltern unter meinen Lesern gerne wissen, welche Ratgeber Ihr selbst in und nach der Trennungsphase gelesen bzw. welche anderen Angebote (Coaching, Trennungsberatung, psychologische Begleitung) Ihr in Anspruch genommen habt. Was hat Euch schließlich am besten geholfen? Ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Viele Grüße

Eure Kleinstadtlöwenmama

*Affiliate Link: Wenn Ihr über diesen Link kauft, bekommen wir eine kleine Umsatzbeteiligung. Euch entsteht dadurch kein Nachteil. Und natürlich könnt Ihr die Bücher auch beim Buchhändler Eures Vertrauens erwerben.

9 Monate getrennt-erziehend – wie geht es uns heute?

Liebe Leser*innen,

mein Artikel „Warum ich nicht alleinerziehend“ bin (und das darin enthaltene Plädoyer für den Begriff „getrennt-erziehend“) hat Euch sehr interessiert und ist auch diesen Monat in der Scoyo-Blogview zu lesen. Für mich war das ein guter Anlass, einmal Bilanz zu ziehen: Wie geht es uns heute mit dem neuen Familienmodell? Wie sieht unser Alltag aus, wo knirscht es vielleicht noch? Und wie gehen die Löwenkinder (und natürlich wir Löweneltern) inzwischen mit der Situation um? Weiterlesen

Wochenende in Bildern 3. und 4. März

Mit etwas Verspätung zeige ich Euch doch noch ein paar Einblicke in unser sehr ruhiges Wochenende. Die vergangene Woche war für mich ziemlich intensiv und anstrengend, und auch das Löwenmädchen ist angeschlagen – daher haben wir es am Wochenende sehr ruhig angehen lassen. Weiterlesen

Halbes Wochenende in Bildern vom 9.-11. Februar 2018

Guten Abend Ihr Lieben,

diesen Sonntag bin ich früh dran mit meinem Wochenende in Bildern – ich versuche nämlich seit einer Woche, mein Laptop nach dem Abendessen nicht mehr zu benutzen, höchstens um einen Film oder eine Serie anzuschauen. So habe ich endlich wieder mehr Zeit zum (Bücher) lesen und gehe auch nicht ständig viel zu spät ins Bett (so die Theorie – wie das Ganze in der Praxis abläuft, wird sich zeigen).

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Warum ich nicht „allein“erziehend bin

Ihr Lieben

sehr häufig, wenn ich jemandem erzähle, dass ich jetzt „allein“erziehend bin,  fühle ich mich dabei ganz komisch. Nicht etwa, weil ich ein Problem damit habe, mit den Kindern alleine zu leben – im Gegenteil, das fühlt sich zur Zeit genau richtig an. Auch nicht, weil die Kinder vielleicht mehr Zeit bei ihrem Vater wären – nein, sie sind schon 4 bis 5 Tage und Nächte in der Woche bei mir (und wenn sie oder ihr Vater krank sind, noch öfter). Weiterlesen

Wochenende in Bildern vom 27./28. Januar 2018

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Schon wieder ist ein Wochenende vorbei und ich bin zum ersten Mal seit 3 Wochen abends alleine zuhause und habe Zeit, Euch unser Wochenende in Bildern zu zeigen – die Kinder sind nämlich endlich beide wieder gesund und übernachten heute beim Löwenpapa! Weiterlesen