Beitrag zur Blogparade „Begegnungen“

*Gastartikel*

Daniela Schmitt - Oskar

Hallo Ihr Lieben,

ich freue mich, dass ich heute noch einen weiteren Gastartikel zu meiner Blogparade „Begegnungen“ hier veröffentlichen darf – dieses Mal erzählt Daniela Schmitt von ihrer Zeit auf der Entbindungsstation.

Wahrlich, ohne Oskar hätte ich nie so wunderbare und liebe Menschen kennengelernt.
Am Anfang herrschte die Angst, wie bei den meisten von uns. Der Verdacht war für mich ein Schock. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Mein Mann hatte mir von dem Verdacht erzählt. Er ist selbst Mediziner und wurde bei der U1 bereits damit konfrontiert. Für ihn kein Problem. Seine Angst war, „es“ mir zu sagen und meine Reaktion darauf.
Für mich waren sofort Familie & Freunde zur Stelle, aber auch ganz liebe Mütter auf der Wochenbettstation. Das Angebot, separat verlegt zu werden, lehnte ich direkt ab. Ich war und bin ein Kommunikationsmensch. Was ich jetzt brauchte, waren Gespräche.
Und so bin ich Claudia begegnet, die auch einen Bub (Jonas) zur Welt gebracht hatte. Ich erzählte ihr gleich offen von dem Verdacht auf DS und war froh, ebenfalls eine kommunikative Bettnachbarin gefunden zu haben. Oskar war noch 2 Tage auf Intensivstation wegen der Sauerstoffsättigung, sonst organisch gesund. Deswegen war ich fast ständig damit beschäftigt meine Muttermilch abzupumpen. Auch wenn Claudia Besuch bekam, saß ich meistens mit dieser Art Melkmaschine nebendran und wartete bis die Fläschen voll waren. Der frischgebackene Opa wusste manchmal gar nicht, wo er noch hinschauen sollte. Also eigentlich eine witzige Situation…!
Als Oskar dann bei mir war und wunderbar an meiner Brust trank, als wenn nichts wäre, war das ein einzigartiges & wunderbares Gefühl. Als Zweitgebärende wusste ich über die Tricks des Stillens und Anlegens schon Bescheid. Ganz im Gegensatz zu meiner Zimmernachbarin. Ich konnte das gut verstehen, denn so ähnlich erging es mir doch auch bei meiner Großen. Das ist aber auch tricky …! Sieht in den Medien immer so easy aus …! Ohne es zu merken, war ich nun die Mutmacherin und zwar voll in meinem Element. Ermunternd erzählte ich von meinen Stillanfängen und dass sich das alles geben wird. Nur nicht aufgeben. Das wird schon …!
Wie das Leben eben so spielt …!
Erst heute, am 03.03.2018, merke ich, dass Claudia meine erste „Therapeutin“ war, ganz getarnt und spielend sanft, unbemerkt.
Oskar ist am 18.08.2012 geboren.

Vielen Dank, liebe Bettina, für Deine Inspiration!

6 Gedanken zu „Beitrag zur Blogparade „Begegnungen“

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