Inklusionsgedanken II

Ihr Lieben,

gestern morgen erreichte mich eine Nachricht, die mich sehr berührt hat. Ich hatte gerade die Kinder im Kindergarten abgegeben, eine lange Hunderunde in der Sonne gedreht und mich mit einem Milchkaffee an den Schreibtisch begeben, als ich eine Whatsapp-Nachricht von einer guten Bekannten erhielt. Ihre Töchter besuchen zusammen mit den Löwenkindern den Kindergarten.

Eine ihrer Töchter konnte sich heute morgen beim Ankommen nur schwer von ihrer Mama lösen. Als der Löwenjunge dies bemerkte, bot er ihr sofort einen Platz neben sich am Tisch sowie ein Stück Knete zum gemeinsamen Kneten an. Die Kinder einigten sich dann auf den Vorschlag der Mutter, Spaghetti mit Tomatensoße zu kneten und stellten fest, dass sie das beide sehr gerne essen. Und die Mutter konnte sich problemlos von ihrem Kind verabschieden.

Diesen kleinen Ausschnitt aus unserem Kindergartenalltag wollte ich gerne mit Euch teilen.

Es gibt nicht nur die kognitive Intelligenz, sondern auch die soziale und die emotionale. Leider wird die aber in keinem IQ-Test gemessen – sonst fielen wohl so manche Begutachtungen anders aus. Der Löwenjunge trägt sowohl im Ballett als auch in seiner Kindergartengruppe positiv zum Gruppenklima bei – und ich bin sehr optimistisch, dass dies auch in seiner künftigen Schule der Fall sein wird – wenn man ihn lässt und er sich dort wohlfühlt.

3 Gedanken zu „Inklusionsgedanken II

  1. Das ist wunderbar. Du hast ein sehr liebevolles Kind.
    Schwierig wird es, wenn Inklusionskindern automatisch diese „gefühlige“, „das Gruppenklima verbessernde“ Eigenschaft zugeschrieben wird bzw. das von ihnen erwartet wird, das idealtypische I-Kind aus den Medien ist sozial angepasst und braucht einen Rollstuhl oder hat das Downsyndrom.
    Dadurch verursachen Kinder (also z. B. meine), die die Inklusionsromantik durch ihr sozial problematisches Verhalten torpedieren, sehr viel Frust bei den Erwachsen und die Möglichkeit der Inklusion wird in Frage gestellt.
    Versteh‘ das hier bitte nicht falsch, ich wünsche deinem Sohn einen wunderbaren inklusiven Schulweg und bin sicher, dass eine Klasse von so einem fürsorglichen Kind profitieren wird!
    Natalie

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    • Liebe Natalie,
      danke für Deinen Input! Du hast völlig recht und auch ich bin nicht frei von dieser Idealvorstellung von Inklusion! Traurig finde ich es, dass viele ja selbst bei diesen idealtypischen I-Kindern denken, dass Inklusion nicht möglich sei – dann ist der Weg für die anderen ja noch viel weiter und steiniger!

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  2. Pingback: Lesezeit #14 - "Alles lief gut" mit Themenboks "Inklusion"  - x-mal anders seinx-mal anders sein

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