Auf Schulsuche III: Die integrative Montessorischule

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Hallo Ihr Lieben,

meinem heutigen Artikel möchte ich ein Zitat voranstellen, das ich hier gefunden habe:

„Das einzige was wir wirklich tun müssen, ist, unsere Grundhaltung gegenüber dem Kind zu ändern und es zu lieben mit einer Liebe, die an seine Person glaubt und daran, dass es gut ist; mit einer Liebe die nicht seine Fehler, sondern seine Tugenden sieht, die es nicht unterdrückt, sondern es ermutigt und ihm Freiheit gibt. „ – Maria Montessori

Jetzt aber: Endlich schaffe ich es, Euch von der nächsten Etappe unserer Schulsuche für den Löwenjungen zu berichten. Die ersten beiden Teile findet Ihr hier und hier – und wenn Ihr die gelesen habt, wisst Ihr auch, dass der „normale“ Weg für mich bisher keine Option ist.

Nach meinen doch eher frustrierenden Besuchen in der Außenklasse und in der Förderschule habe ich begonnen, mich auch nach alternativen Schulformen umzusehen – und ich habe auch den Radius meiner Suche erheblich erweitert. Weiterlesen

Inklusionsgedanken

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Ihr Lieben,

allmählich geht es den Löwenkindern wieder besser. Das Antibiotikum beim Löwenjungen hat gut angeschlagen und er konnte heute das erste Mal wieder in den Kindergarten gehen – ich habe ihn etwas später gebracht und früher abgeholt, damit er sich langsam wieder daran gewöhnen kann.

Das Löwenmädchen ist noch zuhause – sie hustet recht viel, hat immer noch Temperatur und braucht viel Ruhe – was bei ihr sehr selten vorkommt.

Als ich gestern die Nachmittagsaktivitäten der Löwenkinder abgesagt habe, bekam ich von der Ballettlehrerin diese wundervolle Rückmeldung, die ich unbedingt mit Euch teilen wollte:

„Ach, wissen Sie, der Löwenjunge fehlt mir richtig! Er ist immer motiviert und kann sich für jede Aufgabe begeistern. Jedes Mal, wenn ich die Musik anmache, freut er sich so unglaublich darüber, dass er die ganze Gruppe richtig mitreißt und motiviert. Ich bräuchte viel mehr Schüler wie ihn! Wenn er nicht da ist, fehlt in unserer Gruppe etwas!“

Der Löwenjunge ist übrigens nicht nur der einzige Junge in der Ballettgruppe, sondern auch das einzige Kind mit Behinderung. Dass dies überhaupt kein Problem darstellt, sondern er eine Bereicherung für die ganze Gruppe ist, wird ja aus der Aussage der Ballettlehrerin mehr als deutlich!

Wie schön wäre es, wenn auch die schulische Inklusion so wunderbar funktionieren würde! Dafür setzt sich zum Beispiel die Landesarbeitsgemeinschaft „Gemeinsam leben, gemeinsam lernen“ ein, deren Mitglied ich auch bin.

Die für mich hilfreichste Lektüre im letzten Jahr als Vorbereitung auf unseren Weg zur inklusiven Beschulung war übrigens der Elternratgeber, der von der LAG herausgegeben wurde. Darin fand ich wirklich alle wichtigen Informationen zum allgemeinen Ablauf und zu meinen Rechten als Etern.

Gerade wurde dieser Ratgeber aktualisiert und neu aufgelegt. Um ihn in möglichst hoher Zahl drucken und verbreiten zu können, hat die LAG Gemeinsam leben, gemeinsam lernen folgenden Aufruf gestartet:

Liebe Freunde und Interessierte,
 
lange hat es gedauert, nun haben wir endlich unseren beliebten und so wichtigen Elternratgeber zum Schulgesetz „Inklusion macht Schule“ auf den neuesten Stand gebracht. Er ist dicker, aktueller und bunter geworden.
Wir möchten ihn jetzt drucken lassen und ihn möglichst vielen Eltern zur Verfügung stellen. Denn nur gut informiert, das wissen wir alle, kann man seine Rechte auch einfordern. Das ist gerade wichtiger denn je…
Leider sind die finanziellen Möglichkeiten des Vereins nicht so, dass wir größere Mengen des Ratgebers erst einmal einfach so drucken lassen können.  Deshalb können wir nur so viele Exemplare drucken, wie es uns jetzt gelingt, sie sicher vorzufinanzieren.
 
Dabei könnt ihr/können Sie uns auf verschiedenen Wegen unterstützen:
 
1. Ihr bestellt verbindlich eine Zahl X des Ratgebers bei uns (Stück: 5,– Euro plus ggf. Portokosten; Selbstabholung in Karlsruhe ist möglich). 
 
2. Ihr spendet für den Druck des Ratgebers. Einfach auf unser Konto Kreissparkasse Reutlingen
 
Kontonummer: 684 51
Bankleitzahl: 640 500 00
IBAN: DE72 6405 0000 0000 0684 51
BIC-/SWIFT-Code: SOLADES1REU
 
mit dem Vermerk „Elternratgeber Schulgesetz“. Dann können wir weitere Exemplare drucken und später dann verkaufen oder verteilen, z.B. bei Veranstaltungen oder an Eltern, die erst später auf den Ratgeber aufmerksam werden.
Wir freuen uns sehr, wenn Sie unsere Arbeit auf diesem Weg unterstützen! 
 
Bitte bis Ende Januar 2018, dann wollen wir den Druckauftrag erteilen. Wenn die Ratgeber da sind, werden alle Besteller durch unser Büro informiert. Zeitnah erfolgt dann der Versand gegen Rechnung. Spender erhalten eine Spendenbescheinigung, bitte auf der Überweisung vermerken (bei Betterplace passiert das automatisch)
Ich finde diesen Ratgeber nach wie vor eine wichtige Informationsquelle für Eltern in Baden-Württemberg, die sich mit dem Gedanken an eine inklusive Beschulung tragen – oder die ihre Rechte genau kennen wollen. Hier findet Ihr auch weitere Informationen zum Verein, könnt einen Beratungstermin vereinbaren oder könnt nachlesen, ob es bei Euch vor Ort schon Ansprechpartner gibt.
Diese Information wollte ich Euch natürlich nicht vorenthalten – und hoffe, dass der Ratgeber uns hilft, bald viele positive Inklusionsberichte veröffentlichen zu können!
Apropos Inklusionsberichte: Gerne würde ich meine Reihe, die ich als Adventskalender gestartet hatte, wieder aufnehmen. Dieses Mal freue ich mich über Berichte jeder Art: Inklusion in der Schule, im Kindergarten, in der Arbeitswelt, der Freizeit (wie oben) – und ich freue mich ausdrücklich auch über Berichte von nichtgelungener Inklusion – denn nur, wenn man die Fehler kennt, kann man es besser machen! Bitte schickt mir doch einfach Euren Bericht per Mail, dann werde ich daraus eine wöchentliche Rubrik machen! Ich danke Euch für Eure Hilfe!
Und nun gehe ich weiter mit dem kranken Löwenmädchen kuscheln!
Viele Grüße,
Eure Kleinstadtlöwenmama

Auf Schulsuche II: Die Außenklasse

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Guten Morgen, Ihr Lieben!

Bevor ich mit meinem heutigen Bericht aus der Außenklasse starte, möchte ich auch hier noch den Nachtrag zu meinem letztzen Artikel einfügen, den ich gestern geschrieben habe:

NACHTRAG: Eine aufmerksame Leserin hat mich zu Recht daraufhingewiesen, dass hier in Baden-Württemberg die Förderschulen die Schulen für Schüler mit Lernbehinderung sind. Schulen für Kinder mit geistiger Behinderung heißen SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum), werden aber meist noch als Sonderschule bezeichnet. Ich habe nun in meinem Text den Begriff Sonderschule benutzt (anstatt wie vorher fälschlicherweise Förderschule), damit auch die Leser aus den anderen Bundesländern wissen, welche Schulart ich meine. Ich muss auch leider zugeben, dass ich eigentlich weiß, wie die korrekten Bezeichnungen sind, es aber immer wieder verdränge. Denn wenn man die Schulformen beim Wort nimmt, heißt es ja: Förderschüler (also mit Lernbehinderung) werden auf der Förderschule „gefördert“, Schüler mit geistiger Behinderung werden im SONDERpädagischen Bildungs-und Beratungszentrum (ab)“gesondert“ – weiter weg von Inklusion geht es ja auch sprachlich nicht mehr. Wahrscheinlich möchte mein Unterbewusstsein deshalb diesen Begriff nicht verwenden! 😉

Wie ich Euch schon erzählt habe, gibt es hier in Baden-Württemberg die sogenannten Außenklassen, fälschlicherweise oft auch Inklusionsklassen genannt: Diese Klassen gehören formal zur Sonderschule, sind aber an eine „normale“ Grundschule ausgelagert. Ziel der Außenklassen ist es, das Miteinander von Schülern mit und ohne Behinderung zu fördern. So findet der Unterricht teilweise gemeinsam mit einer „Kooperationsklasse“ der Regelschule statt, die Pausen werden gemeinsam verbracht und häufig werden auch Projekte initiiert. Häufig heißt es, dass das Lernniveau in einer Außenklasse etwas höher sei als an der Sonderschule und der Ablauf insgesamt verschulter. Ich bin gespannt, wie es in Wirklichkeit aussieht!

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Auf Schulsuche I: Regelschule und Sonderschule

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Guten Morgen zusammen!

Ich nutze die ruhige erste Januarwoche, um Euch endlich von meinen Hospitationen (oder auch nicht) in verschiedenen Schulen zu berichten – heute soll es zunächst um die Regelschule und dann – ausführlich – um meinen Besuch in der Sonderschule für geistige Entwicklung (SBBZ) gehen. Weiterlesen