Türchen 18: Joe

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Liebe Leser,

die letzte Woche unseres Adventskalenders beginnt mit dem Bericht von Joe, 7 Jahre, aus Niedersachsen, der seit August die Grundschule im Nachbardorf besucht. Seine Mutter Tanja hat ihre bisherigen Erfahrungen zusammengefasst:

In der jetzigen Schule sind insgesamt 10 Jungs mit Joe zusammen. Es sind alle sehr aufgeschlossen: Die Schulleitung hat sich mit uns Eltern, Heilpädagogin, Sonderpädagogen, Integrationskraft und den Lehrern zusammengesetzt und besprochen, wie es laufen könnte. Ein großes Problem war zunächst Joes Weglauftendenz, da der Schulhof nicht abgeschlossen ist. Das hatte sich aber nach 14 Tagen Schule von selbst erledigt.

Heute darf ich Joe unten an der Treppe abgeben und er geht selbstständig ins Lehrerzimmer, um sich anzumelden. Falls dies mal nicht klappt, sind immer Kinder aus den höheren Klassen da, die mit ihm zusammen auf dem Schulhof gehen.

Nach den ersten 6 Wochen hatten wir dann noch einmal ein Gespräch, wie es mit Joe so läuft. Das Gespräch war sehr positiv. Die Förderlehrerin hat beschlossen, dass Joe doch schreiben lernen wird. Es sah erst danach aus, dass dies von der Motorik her zu schwierig für ihn sein könnte. Doch jetzt lernt Joe erst einmal die Großbuchstaben zu schreiben und zu lesen. Im Lesen ist er besser. Durch das IntraAct Plus-Programm, das wir schon bei der Logopädie gemacht haben, fällt es ihm leichter, Wörter zu erlesen. Das Gute an der Schule ist, dass alle zusammen arbeiten. Die Integrationskraft weiß genau, wie sie mit Joe umgehen muss und was zu tun ist. Sie bekommt regelmäßig von der Förderlehrerin einen Ordner mit Arbeitsaufträgen, die er sich erarbeiten kann. Wenn ihm der Unterricht zu viel wird, wird er rausgenommen, dann geht sie mit ihm schaukeln und danach geht es dann weiter. Auch die Kinder wissen alle Bescheid, dass Joe manchmal eine Auszeit braucht. Als die I-Kraft krank war, wurde sofort für eine Vertretung gesorgt.

Es sind insgesamt auch nur 65 Kinder auf dem ganzen Schulhof und jedes Kind kennt Joe. Er wird so angenommen, wie er ist. Süß sind die Mädchen, die ihn dann noch immer betüdeln und in den Arm nehmen, wenn er in die Schule kommt. Wir sind mit der Inklusion zufrieden, es läuft so, wie wir es wollten.

Liebe Tanja, vielen Dank für Deinen Bericht. Es ist toll zu hören, dass es genauso läuft, wie Ihr es Euch gewünscht habt. Und besonders toll finde ich, dass Joe die Erwartungen der Förderlehrerin schon übertroffen hat – und dass sie auch eingestehen konnte, dass sie ihn unterschätzt hat!

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

Viele Grüße,

 

Eure kleinstadtlöwenmama

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