Türchen Nr. 8: Samira

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Guten Morgen! Zum Wochenende habe ich den Bericht über Samira für Euch im Adventskalender versteckt. Samira ist inzwischen 13 Jahre alt und besucht nach einer Regelgrundschule nun eine Gemeinschaftsschule. Samiras Mutter hat uns folgendes über ihren inklusiven Weg erzählt:

Für uns stand von Anfang an fest, dass Samira so normal wie möglich aufwachsen soll. Was schon bei der Krabbelgruppe und dem Kindergarten bei uns im Ort begannt, setzten wir in der Schule fort.  Wir hatten das Glück und konnten Samira nochmal ein Jahr zurückstellen, sodass sie als Novemberkind erst mit fast 8 Jahren in die Schule kam. Dies war u.a. aber auch ein taktisches Spiel unsererseits. Wir wussten einfach, dass im folgenden Jahr in Laudenbach viel mehr Inklusionskinder sein werden und die Chance einer Inklusion am Wohnort sehr hoch war. So kam es dann auch, dass Samira im Wohnort auf die Grundschule kam. Es war eine gemischte Gruppe von 5 Inklusionskindern und wir hatten immer eine Doppelbesetzung plus FSJler, d.h. immer der normale Klassenlehrer plus Sonderpädagoge und FSJler. Wir hatten immer etwas Bedenken wegen der mangelnden Kommunikation, aber das, was Samira wichtig ist, kann sie gut mitteilen. Nach dem Wochenende bringt sie immer ihr Ipad mit in die Schule, auf welches wir ein Tagebuch vom Wochenende spielen, mit Fotos, Texten, … So kann auch sie von besonderen Ereignissen erzählen.
Mittlerweile ist Samira 13 Jahre alt, ist ein cooler Teenager geworden, der doch sehr oft von uns Eltern genervt ist 😉 Sie geht in die 6. Klasse einer Gemeinschaftsschule im Nachbarort. Die Versorgung ist nach einigen Kämpfen mit dem Schulamt auch diesmal gut. Im Februar wird sie mit ihrer Klasse zusammen für eine Woche ins Landschulheim zum Skifahren gehen. Sie gehen Schlittschuhfahren, machen Ausflüge, … und sie gehört dazu wie jeder andere auch. An der Schule wird Inklusion wirklich gelebt und wir sind froh, dass wir für diese Schule gekämpft haben.
Das Wichtigste für uns war aber immer, dass sich Samira wohl fühlt und gerne in die Schule geht. Unser Motto war immer: „Wir probieren es und sollte es ihr irgendwann nicht mehr gut gehen, können wir jederzeit auf eine Förderschule oder so wechseln.“ Aber bisher läuft es wirklich gut. Sie hat nicht wirklich eine feste Freundin, hat aber doch viele, die sich gerne mit ihr treffen. Auch zu ihrem 13. Geburtstag kamen alle eingeladenen Kinder, ob mit oder ohne Zusatzchromosom.
Liebe Yvonne, vielen Dank für Deinen Bericht! Ich finde es toll, dass Samira sogar über die Grundschule hinaus inklusiv beschult werden kann und dass sie auch über so viele soziale Kontakte verfügt!
Wer mehr über Samira und ihre Familie wissen möchte, kann hier in ihrem Blog lesen!
Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes zweites Adventswochenende – bei uns wird groß Geburtstag nachgefeiert und ein Konzert gibt es auch noch – mehr davon dann am Sonntag im Wochenende in Bildern! Bis dahin dürft Ihr aber noch zwei spannende Türchen öffnen!
Bis morgen,
Eure Kleinstadtlöwenmama

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