Wochenende in Bildern 29-30. Juli

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Guten Morgen am Samstag! Wir starten mit einem gemütlichen Frühstück ins Wochenende und vertrödeln den Samstag mit Einkaufen, Malen und Basteln.

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Am Nachmittag besuchen uns der Löwenschwager samt Familie und die Cousins/Cousine spielen und toben bis spätabends. Vor lauter Spielen und Unterhalten vergesse ich das Fotografieren völlig, bis alle am Sonntag wieder abgereist sind.

Den Sonntag verbringen wir auf der Geburtstagsfeier von lieben Freunden. Viele Kinder und Erwachsene spielen, lachen, plaudern, essen und trinken gemeinsam und wir kommen erst spät am Abend nach Hause.

Zum Glück haben die Ferien jetzt auch für mich begonnen, so dass wir die neue Woche etwas ruhiger starten konnten.

Wie war denn Euer Wochenende? Weitere Wochenendberichte könnt Ihr wie immer hier nachlesen!

 

5 Freitagslieblinge am 28.7.2017

Beim Titel habe ich ein wenig geschummelt, da es eigentlich „Samstagslieblinge“ heißen müsste – auch diese Woche ging einfach viel zu schnell vorbei und deshalb komme ich erst jetzt zu meinen 5 Lieblingen dieser Woche:

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Mein Lieblingsessen musste diese Woche wieder einmal schnell gehen – daher haben der Löwenpapa und ich uns eine Falafel auf dem Wochenmarkt gekauft und sie (gestern war es ausnahmsweise mal trocken) auf der Terrasse gegessen. Ich bin total glücklich, dass eine syrische Familie nun einen Stand auf dem Markt eröffnet hat und syrisches Essen verkauft – das hat hier in der Kleinstadt wirklich gefehlt!

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Mein Lieblingsbuch kommt diese Woche von der wunderbaren Conny Wenk – ich werde es Euch nächste Woche genauer vorstellen!

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Mein Lieblingsmoment mit den Kindern war eine spontane Pfütenspring-Aktion mit dem Löwenmädchen. Wir verbringen recht selten Zeit nur zu zweit und haben den Moment beide genossen – und waren, wie es sich gehört, plitscheplatschenass am Schluss! 🙂

Mein Lieblingsmoment für mich war diese Woche mein Sport – davon gibt es aber natürlich kein Foto!

Und auch meine Inspiration der Woche bleibt ohne Foto, denn das waren einige Gespräche, die ich diese Woche mit ehrenamtlichen „Flüchtlingshelfern“ (ich mag dieses Wort nicht) geführt habe und dabei wieder einmal festgestellt habe, wie unterschiedlich alle diese Ehrenamtlichen sind und wie sie trotzdem an einem Strang ziehen und unglaublich viel auf die Beine stellen!

Noch mehr Freitagslieblinge gibt es wie immer bei Berlin Mitte Mom! Kommt gut ins Wochenende!

Loblied auf unseren Kinderarzt

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Bedürfnisorientiert und zugewandt beim Kinderarzt?

Ja, das geht – und ist für mich auch die Grundvoraussetzung für ein vertrauensvolles Verhältnis.

Nachdem unsere ersten Erfahrungen beim Kinderarzt wirklich unterirdisch waren, haben wir dank meiner tollen Hebamme schnell einen Arzt gefunden, der sich nicht nur fachlich sehr gut auskennt (er hat jahrelang mit schwerbehinderten Kindern gearbeitet und ist nebenbei auch noch Neuropädiater – eine Zusatzqualifikation, die uns beim Löwenjungen schon sehr geholfen hat), sondern der wirklich das Kind als solches in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit stellt – und nicht die medizinischen Symptome, die er gerade vor sich hat (dieses Phänoment musste ich leider bisher bei einigen fachlich sehr kompetenten Ärzten feststellen).

Was macht nun unseren Kinderarzt und sein Team so besonders? Viele kleine Dinge sind es, zum Beispiel:

  • er nimmt sich immer die nötige Zeit, ALLE anwesenden Personen zu begrüßen und mit dem Kind in Kontakt zu treten
  • er kommuniziert offen und werschätzend mit seinen Patienten und den Angehörigen
  • er sieht, was eine Familie leistet, insbesondere, wenn ein „besonderes“ Kind in dieser Familie lebt, und erkennt diese Leistung auch an (und ja, es tut zwischendrin einfach gut, wenn jemand ohne großes Trara sagt: „Ich weiß, was Sie leisten – und ich sehe, dass Sie es gut machen!“)
  • er sieht sowohl die medizinischen und therapeutischen Bedürfnisse seines Patienten als auch die Bedürfnisse der Familie – und berät auch dahingehend.
  • er informiert sich, nimmt Kontakt mit anderen Ärzten/Therapeuten auf, organisiert Termine
  • er nimmt sich Zeit für Notfälle – medizinische (unsere kürzeste Wartezeit waren 30 Sekunden) und andere (unser längstes Gespräch dauerte über eine Stunde)
  • er unterstützt mich bei sämtlichen Therapievorhaben, solange er sie für sinnvoll hält oder aber ich ihm glaubhaft erklären kann, warum ICH diese für sinnvoll halte. 🙂
  • er nennt die Dinge beim Namen
  • er richtet den Ablauf auf die Bedürfnisse der Kinder aus, konkret heißt das: Es ist immer Zeit für eine Kuscheleinheit bei Mama oder Papa, alle anstehenden Untersuchungen werden dem Kind gezeigt, bei Kleinkindern kommt oft eine Mitarbeiterin hinzu, die Seifenblasen macht, während das Kind geimpft wird. Größere Kinder dürfen wählen zwischen Seifenblasen oder Zuschauen und laut mitzählen. Wenn einem Baby oder Kleinkind Blut abgenommen werden muss, dann liegen bei Bedarf große, flauschige Handtücher bereit, in die das Kind gewickelt werden kann, damit es das Festhalten nicht als solches empfindet und sich so geborgen wie möglich fühlen kann.
  • er beschränkt sich auf das Nötigste: Es kam schon oft vor, dass wir ohne Rezept wieder nach Hause fuhren und dafür am nächsten Tag noch einmal kommen sollten. Da auch ich nur ungern stärkere Medikamente gebe, bin ich mit dieser Vorgehensweise mehr als zufrieden.

Natürlich steht hinter unserem Kinderarzt auch ein Team von Arzthelferinnen, die auf die gleiche Weise arbeiten. Mit unglaublicher Geduld und Freundlichkeit beantworten sie meine Fragen, quetschen Termine in den ohnehin schon vollen Kalender, ändern zum xten Mal ein Rezept ab oder bespaßen zum Beispiel das Löwenmädchen, damit ich den Löwenjungen ungestört bei der Blutabnahme begleiten kann.

Als ich unseren Kinderarzt einmal darauf ansprach, dass er ja doch recht viel Zeit darauf verwende, eine gute Beziehung zu seinen Patienten aufzubauen, erklärte er mir, dass ihn diesbezüglich seine Arbeit mit schwer(st)behinderten Kindern sehr geprägt habe – denn dort sei es unmöglich, einmal zerstörtes Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Ich persönlich warte gerne etwas länger, wenn ich dafür weiß (und im Wartezimmer sehe), dass die Kinder sich hier wohlfühlen und keine Angst, sondern Vertrauen haben. Leider kenne ich auch genug Kinder (die meisten von ihnen gehen zu unserem früheren Kinderarzt), die schon im Alter von 2 Jahren Angst vor Spritzen, Arztbesuchen etc. haben.

Unsere erste Begegnung ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Der Löwenjunge war 7 Wochen alt, die Diagnose Downsyndrom noch ganz frisch. Wir hatten einen Termin zum Kennenlernen und zum Impfen vereinbart. Als unser Kinderarzt zur Tür hereinkam und erst uns begrüßte und sich dann dem Löwenjungen zuwandte, gab es einen fast magischen Moment zwischen den beiden: Der Kinderarzt nahm ihn auf den Arm, sie schauten sich in die Augen und der Löwenjunge, der bei unserem vorigen Kinderarzt bei jeder Begegnung geschrien hatte, war ganz ruhig und entspannt. Unser Kinderarzt legte mir mein Baby auf den Arm mit den Worten: „Sie haben ein ganz besonderes Kind, das Sie sehr glücklich machen wird!“

Natürlich hat er mit dieser Prognose recht behalten 🙂

Der Löwenjunge ist übrigens auch heute noch die Ruhe selbst bei Ärzten und in Krankenhäusern. Er lässt sich ohne mit der Wimper zu zucken einen Zugang legen oder Blut abnehmen. Das Einzige, was ihn richtig ärgert, ist die Tatsache, dass er trotz seiner zahlreichen Arzt- und Krankenhausbesuche immer noch keinen Gipsarm hatte wie seine Schwester!

Und auch ich habe von unserem Kinderarzt bei dieser ersten Begegnung eine Aufgabe bekommen: nämlich die Aufgabe, mich zu informieren über die Trisomie 21 und zur Spezialistin für meinen Sohn und seine Besonderheiten zu werden, um mit allen Ärzten auf Augenhöhe diskutieren zu können. Auch diesen Ratschlag habe ich beherzigt und denke immer wieder daran.

Wie ist Euer Verhältnis zu Eurem Kinderarzt?

Bildquelle: Pixabay

Wochenende in Bildern – 21.-23. Juli 2017

Das Wochenende war so schnell vorbei, dass ich gestern abend gar keine Zeit hatte, davon zu erzählen – daher kommt hier nun ein ganz kurzer Bericht mit Bildern!

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Am Freitag beginnt unser Wochenende mit dem Sommerfest des Kindergartens. Seit der Kindergarten im Januar auf ein teiloffenes Konzept umgestellt hat (hier habe ich schon über unseren Kindergartenalltag geschrieben), ändern sich so langsam auch die anderen Kindergartentraditionen. Bisher hat beim Sommerfest jede der drei Kindergartengruppen etwas aufgeführt – ein Tanz, ein Musikstück oder eine Geschichte. Dieses Mal durften die Kinder selbst überlegen, was sie aufführen möchten und aus verschiedenen Angeboten auswählen. Daher war das Programm zwar etwas länger als sonst, aber die Kinder waren mit Feuereifer in ihren Kleingruppen bei der Sache. Das Löwenmädchen hat sich für den „Fliegentanz“ entschieden, während der Löwenjunge beim „Tanz der Bauernhoftiere“ mitgemacht hat. Die Löweneltern platzten natürlich vor Stolz! 😉

Der Samstag beginnt mit einem schnellen Frühstück und verläuft relativ faul zwischen Bauen, Üben und einem längerem Ausflug auf den Spielplatz.

 

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Am Sonntag sind wir auf einem Kindergeburtstag eingeladen, weshalb die Löwenkinder morgens unbedingt Kronen basteln wollen.

Am späten Vormittag gehen wir dann noch spazieren und lassen uns zum ersten Mal seit längerem wieder richtig Zeit und entdecken ein paar neue Ecken in unserem Viertel.

Der Geburtstag findet am Baggersee statt, was für mich immer ein bißchen Urlaubsfeeling hat. Am frühen Abend sind die Kinder vom Toben so hungrig, dass wir auf dem Heimweg noch schnell an unserem Lieblingsspielplatz anhalten, wo es die besten Pommes gibt.

Dementsprechend spät sind wir zuhause, die Löwenkinder fallen in ihre Betten und wünschen sich jeder noch ein bißchen „Exklusivzeit“ mit einem Elternteil – die sie natürlich gerne bekommen. Abends lese ich dann weiter meinen spannenden Krimi, anstatt Euch von meinem Wochenende zu berichten – und nun hat schon die neue Woche begonnen, die jetzt schon prall gefüllt ist mit (meist schönen) Terminen!

Ich hoffe, Eure Woche hat gut begonnen! Mehr Wochenende in Bildern findet Ihr bei Geborgen wachsen!

5 Freitagslieblinge am 21. Juli 2017

Obwohl die Woche sehr anstrengend und vollgestopft mit Terminen war (daher war es auch so still hier im Blog), es auch einige persönliche und berufliche Rückschläge gab, habe ich nun doch meine 5 Freitagslieblinge der Woche für Euch zusammengefasst:

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Mein Lieblingsbuch diese Woche hat der Löwenpapa mir als Lektüre für die Sommerferien besorgt: Den neusten Krimi einer meiner Lieblingsautorinnen. Die Ferien haben zwar noch nicht begonnen, ich bin jedoch schon mittendrin im Buch – und momentan ganz froh, mich zwischendurch in diese spannende Lektüre flüchten zu können!

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Mein Lieblingsmoment mit den Kindern war unser Abendessen-Picknick auf dem neu renovierten Kindertisch im Garten!

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Dazu gehörte auch mein Lieblingsessen der Woche: eine Charentais-Melone, die wir aus unserem Frankreich-Wochenende mitgebracht hatten.

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Mein Lieblingsmoment für mich war die kurze Kaffeepause mit meiner Kollegin während unseres Schülerausflugs (sehr viel mehr Zeit für mich gab es leider diese Woche nicht).

Meine Lieblingsinspiration waren diese Woche einige meiner Schüler, die in diesem Jahr in Deutschland so viele Fortschritte gemacht und sich teilweise wirklich durchgekämpft haben. Ein Schüler hat das Schuljahr als Analphabet begonnen und liest nun teilweise besser als seine muttersprachlichen Schüler in der Regelklasse. Natürlich liegt noch ein weiter Weg vor ihnen – aber für den Weg, den sie bisher gegangen sind, bewundere ich sie!

Noch mehr Freitagslieblinge findet ihr bei der Berlinmittemom! Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Blogreihe: Bedürfnisorientiert und Behinderung – (wie) geht das? Teil I

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Ein Kind mit (geistiger) Behinderung bedürfnis- und bindungsorientiert erziehen – geht das überhaupt?

Eigentlich wollte ich nur einen Artikel darüber schreiben – und diese Fragestellung ansonsten hier in den „Blogalltag“ einfließen lassen, habe aber jetzt festgestellt, dass das Thema doch ganz schön umfangreich ist – deshalb habe ich mich entschlossen, eine Blogreihe dazu zu starten. Ich werde also in loser Folge immer mal wieder darüber schreiben – und freue mich auch sehr über Gastebeiträge dazu.

Zunächst einmal: Was ist überhaupt eine bedürfnis- und bindungsorientierte Erziehung?

Der englische Begriff heißt „Attachment Parenting“ und die meisten denken dabei als erstes an Tragen (konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht und wäre auch bei einem Säugling und einem nichtlaufenden behinderten Kleinkind nur schwer machbar gewesen), Stillen (habe ich, allerdings aus verschiedenen Gründen beide Kinder nur jeweils 9 Monate) und Familienbett (gibt es bei uns zur Zeit gleich zwei). Aber, wie Inke Hummel in ihrer Erklärung auf dem Blog Bindungs(t)räume schreibt, AP ist gleichzeitig viel mehr – und trotzdem nicht so kompliziert wie es klingt:

Im Alltag ist es aber eben kein Abhaken eines Punktekatalogs.

AP kann auch sein zu erkennen, dass ein Baby besser schläft, wenn es alleine in seinem Bett liegt, dass die Eltern besser schlafen, wenn sie sich aufteilen und eine Zeit lang nachts trennen und nur einer beim Baby schläft (…)

AP kann auch sein zu erkennen, dass ein Kind lieber viel am Boden liegt und sich bewegt, statt viel getragen zu werden. Oder dass ein Baby gerne im Kinderwagen liegt anstatt in der Enge des Tragetuchs zu sein.

(…)

AP ist eben vor allem Beziehung, Einfühlen, Spüren was gebraucht wird. Empathie, sich einlassen auf was auch immer gebraucht wird. Reagieren, ausprobieren, auch mal scheitern und neu angehen.

Und dabei versuchen das Familiengefüge in Balance zu halten, denn alle brauchen unterschiedliche Dinge: das jüngste Familienmitglied, die anderen Kinder, die Eltern als Einzelpersonen und als Paar.

Das klingt für manche Ohren nach einem unerklimmbaren Berg und nach unerreichbarer Perfektion, aber das ist es gar nicht.

Es braucht nur Zeit, Herz, Vertrauen und Kommunikation. Es braucht eigentlich ziemlich wenig Bücher, keine Einteilung in Phasen und Schübe, keine Vergleiche mit anderen. Es braucht ein Hinsehen, und es braucht Milde, besonders auch mit sich selbst.

Trotzdem ist AP auch nicht gleichzusetzen mit einer „Laissez-Faire“-Erziehung – es gibt auch bei uns Regeln und Grenzen (ein gutes Beispiel dafür habe ich heute zufällig  hier gefunden).

Für mich bedeutet Attachment Parenting momentan vor allem, dass ich

  • mich so gut wie möglich in die Bedürfnisse meiner Kinder hineinversetze. Auch wenn das Löwenmädchen für sein Alter sehr groß gewachsen ist und sehr gut spricht, so braucht sie es zum Beispiel nach einem langen Tag doch, wenn sie auch mal Baby spielen und sich verwöhnen lassen kann.
  • meinen Kindern zutraue,  viele Entscheidungen selbst treffen zu können, z.B. beim Essen oder Schlafen (wenn eines der Löwenkinder vorm Kindergarten nicht frühstücken möchte, ist das völlig in Ordnung. Ich weiß, dass sie im Kindergarten genug Zeit und Gelegenheit haben, das nachzuholen).
  • versuche, alte Glaubenssätze und Erziehungsmechanismen zu vermeiden oder wenigstens zu hinterfragen („Das macht man nicht!“ streiche ich nach Möglichkeit aus meinem aktiven Wortschatz – wenn mir der Satz auf den Lippen liegt, überlege ich vielmehr, wer „man“ ist und ob dieser Glaubenssatz wirklich meinen eigenen Prinzipien entspricht)
  • mich frei nach Susanne Mierau frage: „Ist das gerade wirklich wichtig?“ – ist es gerade wirklich wichtig, das Puzzle aufzuräumen, wenn alle Riesenhunger haben oder ein Löwenkind gerade eine Kuscheleinheit braucht?
  • zu erkennen versuche, welche Bedürfnisse hinter dem Verhalten der Kinder liegen. Wenn das Löwenmädchen mir beim Üben mit dem Löwenjungen dazwischenfunkt, möchte sie vielleicht auch einfach die gleiche ungeteilte Aufmerksamkeit. Je nach Situation kann ich dann entweder mit beiden Kindern gemeinsam üben, den Löwenpapa mit einspannen oder das Löwenmädchen bitten, etwas für mich zu erledigen und sie so miteinbeziehen.
  • auch die Bedürfnisse der Erwachsenen im Blick habe. Einige werden empört aufschreien, aber bei uns wird momentan sonntags mittags meist vorm Fernseher gegessen. Die Löwenkinder dürfen sich einen Film aussuchen und knabbern belegte Brote und Rohkost, während der Löwenpapa einen Mittagsschlaf macht und ich neben den Kindern auf dem Sofa in Ruhe einen Milchkaffee trinke und Zeitung lese.
  • den Kindern meinen Bedürfnisse und Grenzen so gut es geht erkäre und vermittle – so, dass sie es verstehen können.

 

Vielleicht ist Euch auch aufgefallen, dass viele meiner Beispiele sich entweder auf beide Löwenkinder oder nur das Löwenmädchen beziehen – beim Löwenjungen ist das Erkennen seiner Bedürfnisse für mich nicht immer ganz so klar. Im nächsten Beitrag werde ich Euch genauer erklären, warum das so ist und Euch berichten, wie unser bedürfnisorientierter Weg bei ihm aussieht!

Auszeit auf dem Land: Unser Wochenende in Bildern – 13.-16. Juli 2017

Entschleunigung, Familienzeit, Wiedersehensfreude und Urlaubsfeeling – hier kommt mein Bericht von unserer Mini-Auszeit auf dem Land!

Dieses Mal beginnt unser Wochenende schon am Donnerstagnachmittag – nach Schule (Löwenmama) und Kindergarten (Löwenkinder) fahren wir zu meinen Schwiegereltern aufs Land. Dort angekommen, können sich die Kinder erstmal richtig austoben und mit ihren Cousins spielen, die einen Teil ihrer Ferien dort verbringen.

Den Freitag beginnen wir mit einem sehr traditionellen französischen Frühstück und  verbringen einen richtigen Tag auf dem Land – die Kinder spielen, helfen bei der Kartoffelernte und ruhen sich zwischendurch auch mal aus.

Abends sind wir bei alten Schulfreunden vom Löwenpapa eingeladen, die wir zum Teil seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen haben – davon gibt es aber keine Fotos, auch wenn wir dort einen wunderbaren Abend verbracht haben!

Der Samstag wird dann zum Familientag: 14 Leute aus vier Generationen sitzen um den großen Esstisch herum und genießen das gute Essen. Den Nachmittag verbringen alle gemeinsam im Garten, spielen Karten, Verstecken oder Mölkky und die Löwenkinder gehen dann noch das frisch gemähte Getreide auf dem Feld neben dem Garten begutachten.

Heute durfte ich dann noch auf dem französischen Wochenmarkt einkaufen und der Löwenpapa hat dem Löwenjungen einen kleinen Schlagzeugkurs gegeben. Der Abschied von der Familie (und den Katzen 🙂 )fiel vor allem dem Löwenjungen schwer – Ortsveränderungen und Abschiede machen ihn sehr oft traurig.

Zuhause freuten sich die Kinder an ihren selbst ausgesuchten Souvenirs für ihren Kaufmannsladen, während ich vor allem die auf dem Markt gekauften Leckereien genieße.

Und das war auch schon unser Wochenende auf dem Land – wie war Euer Wochenende? Weitere Wochenberichte seht Ihr wie immer bei Susanne!

Eine wunderbare Woche wünsche ich Euch!